Geschichte des Landes

Das britannische Reich umfasst alle menschlichen Ländereien, von den Ländern Rhodehills bis zu den Mauern Godfreys Bollwerk. Der Ursprung der menschlichen Besiedlung ist heute nahezu unbekannt, als gesichert kann heute nur betrachtet werden dass die erste menschliche Stadt auf britannischem Boden den Namen Londinum trug.

Der Name ist der Legende nach auf einen Seher namens Londinos zurück zu führen der in seiner letzten Weissagung den Menschen ein Ende des langen Exodus weissagte.

In den ersten 200 Jahren der neuen Geschichtsschreibung nutzen die Menschen das durch andere Völker wenig besiedelte Land dazu um neue Städte zu gründen und eine Kultur zu schaffen. Der erste König den man auch als solchen bezeichnen konnte war Baldren der erstgeborene Sohn eines einflussreichen Edelmannes seiner Zeit. Über seine Geschichte und seinen Werdegang ist nicht viel überliefert nur das er sein Reich mehr mit dem Schwert als mit dem Wort gründete und hielt.

Nach seinem Tod war seinen Nachkommen meist eher ein früher Tod beschienen und in den Jahren 218 bis 378 kannte die Geschichtsschreibung Britanniens knapp 120 Könige und Gegenkönige. In den Analen des Königshauses sind nicht einmal alle Namen bekannt so dass viele weiße Zeilen zwischen den Namen weiser Männer stehen.

378 endete die Blutslinie Baldrens da sein letzer Nachkomme ohne Erben starb, so dass Patriarch Bernard ein Turnier um die Ehre und die Krone des Königreiches ausrief. Sir Alfred of Pendros ging aus diesem Turnier als Sieger hervor und wurde noch im gleichen Monat in der Kathedrale von Londinum zu König gesalbt. Unter seiner Herrschaft erlebte Britannien die erste Ära des Friedens und des Wohlstand. Seine Söhne und Sohnessöhne erhielten diese Macht bis zum Tode Carringtons im Jahre 590.

Besondere Beachtung dabei muss der Regentschaft König Williams II. geschenkt werden, der 492 Berichte von Seefahrern als Lügen und Mythen abtat, welche davon berichten das auf der Nachbarinsel Eire ein Volk von Dämonen an Land ging die dort Tod und Pest brachten. Im October 492 gipfelte es im Henkerstot eines Flottenkapitäns der den Verlust der Fregatte „Dravonir“ mit einem Angriff von monsterhaften Angreifern erklärte. In seinem Todesurteil wurde ihm Versagen und Feigheit zur Last gelegt.

Im Jahre 590 endete die Regentschaft der Pendros mit dem Gifttod König Carringtons, es gipfelte mit dem ersten blutigen Vorboten in den Straßen Londons, die Straßenschlachten die heute als „bloody Sunday“ bekannt sind bereiteten den Boden für den blutigen Bürgerkrieg der das Land für knapp 60 Jahre in seinem Griff hielt.

Durch seinen großen Sieg in der Schlacht von Bannington 650 wird der damals erst 20 jährige Balthasar ein entfernter Nachkomme des letzten großen Königs in der altehrwürdigen Kathedrale von Londinum zum Rex Britannicus ernannt. Das Reich erlebt eine Zeit des Aufbaus und der Trauer um verlorene 60 Jahre und seine Toten. Aufkommende Rebellionen von entmachteten Edelmännern werden von Balthasar mit eiserner Härte aber auch mit Gnade behandelt.

689 stirbt Balthasar der Eiserne und geht als einer der würdigsten Könige Britanniens in die Geschichte ein. Sein Sohn Liam nimmt wieder den Namen „of Pendros“ an um seine Autorität unter Beweiß zu stellen.

Als letzte Grafschaft wurde Bouldershire 690 die hinter den Wällen der Zwerge im Südwesten des Landes den Bürgerkrieg und all jene Krisen überstand in das Königreich integriert. Liam selbst nahm das Schwert und die Lehnstreue seiner neuen Untertanen entgegen und hieß sie in seinem Reich willkommen.

Der Friede hielt bis ins Jahr 711, als die schwarzen Segel der Ras'ha'Tar wieder am Horizont erschienen und mit all ihrer Wut und ihrem Hass das Land zerschmetterten.

Britannia im Jahre 711 - Einige Monate vor der Invasion

Rot = Königreich Britannia

Orange = Zwergenclans

Grün = Elfenlande

Hellgrün = Stammesgebiete der Trolle

Dunkelrot = Orkland

Graubraun = Barbarenstämme

Geschätzte Bevölkerung:

Menschen - ca 600.000

Zwerge     - ca 150.000

Elfen        - ca   50.000

Trolle       - ca   15.000?

Wichtigste Handelserzeugnisse:

Wolle, Fisch, Metallwaren, Tuch, Bier

Benötigte Handelserzeugnisse:

Salz, Pech, Wein, Keramik, Seide

Religion Britannias

 

Die Religion der Britannier beruht auf den ursprünglichen Glauben der britannischen Vorfahren an die sechs Elemente, welche jedes von einem Engel beherrscht und von Gott geführt wird. Mit der Zeit entstanden zusätzlich sechs Domänen, welche wiederum von einem Engel geführt werden. Diese zwölf Engel dienen Gott um über die Menschen zu wachen und ihnen in den Zeiten größter Not beizustehen. Gott erschuf sie, wie auch die Menschen, aus seinem eigenen Blut, gab ihnen jedoch mehr Macht und die Unsterblichkeit, auf dass sie an seiner Seite walten mögen. Jeder Engel führt eine Schar Heiliger an, welche sich als Sterbliche heraus getan haben als wahre Gläubige. Diese Heiligen bilden die Verbindungsstelle zwischen Gott und den Menschen und dienen, wie auch die Engel selbst, als Leitbilder und Schutzherren für die Menschen. Kein Element und keine Domäne steht über der anderen. Sie alle sind gleich in ihrem göttlichen Wirken und fehlt auch nur eines, vergeht die Welt, wie wir sie kennen. Den in allem wirkt Gott oder seine Diener in seinem Namen.

 

 

Die Sechs heiligen Domänen der Menschheit

gegeben von Gott,

gelebt von seinen Gläubigen,

geschützt von seinen Dienern.

 

Krieg (Engel: St. Michael)

Durch den Krieg und den Kampf beschützen die Menschen ihr Leben und ihre Heimat. Wer Tapferkeit und Mut in der Schlacht beweist, zeigt seinen Glauben an Gott. So wirkt die Gabe Gottes um die Existenz der Menschen zu wahren. Der Engel des Krieges – St. Michael – personifiziert den Krieg in seiner Vollkommenheit. Kein anderes Wesen kann es mit seinem Geschick und seiner Stärke aufnehmen und nur Gabriel überragt ihn in seiner Leidenschaft. Solange St. Michael oder einer seiner Heiligen über einen Menschen wacht, wird dieser als herausragender Krieger auf dem Schlachtfeld bestehen.

 

Handel (Owen der Glückliche)

Der Handel bringt den Menschen Nahrung und Luxus. Ohne Handel erreicht kein Volk seine wahre Größe und jene, die mit List und ohne Bosheit einen Vorteil für sich oder ihr Volk ertauschen oder ihr Talent zum Wohle ihrer Mitmenschen nutzen, sind wahrlich von Gott gesegnet. Der Engel des Handels – St. Owen – vom Volk oftmals Owen der Glückliche genannt, beschenkt jene mit Glück und Geschick im Handel, die sich in seinen Augen als wahre Gläubiger erweisen. Er besitzt eine unerreichte rethorische Präsenz, welche ihm jeden sterblichen Feilscher überlegen macht, sodass jene, die unter seinem Schutz stehen; stets die Gewinner in einem rechtmäßigen Handel bleiben.

 

Handwerk (St. William)

Ohne das Handwerk wäre der Mensch nichts weiter als ein Wilder, der in seiner Höhle lebt und nur Tierfelle als Kleidung kennt. Das Handwerk bildet das Rückgrat jeder Zivilisation dieser Welt. Durch das Ausüben eines Handwerks beweisen wir unseren Glauben an Gott und ehren ihn mit herausragenden Erzeugnissen. St. William ist der herausragendste Steinmetz der Menschen und sogar die Zwerge gestehen ihm ein außergewöhnliches Talent zu. Er beschenkt die Gläubigen mit Ideen und einer ruhigen oder – falls nötig – starken Hand um wundervolle Erzeugnisse ihrer Handwerkskunst zu erstellen.

 

Leben (St. Joseph)

Das Leben selbst ist das größte Geschenk Gottes und jedem Lebewesen steckt ein Teil seiner Macht. Nur wer das Leben ehrt, kann ein wahrer Gläubiger sein und solange der Glaube stark ist, wird Gott einem Bauern eine gute Ernte, einem werdenden Vater ein gesundes Kind und einem Kranken Heilung bringen. Der heilige St. Joseph, der Bewahrer des von Gott geschaffenen Lebens, zeigt sich stets in den Zeiten größter Not um Leid und Elend zu vertreiben und die Verletzungen der Gläubigen zu heilen. Seine Priester sind die unumstrittenen Heiler und Seelsorger der Insel und durch sie wirkt er tagtäglich im Auftrag Gottes. So gab es Berichte von einem einzigen Heiler, der tausende Menschen vor einem Wahnfieber bewahrte, welches nach einer großen Überflutung in Rhodehill ausbrach. St. Joseph wirkte durch diesen namenlosen Heiler und aufgrund seines unbeirrbaren Glaubens wurde er schließlich von Gott in die Reihen der Heiligen des St. Joseph aufgenommen.

 

Familie (St. Isabella)

Die Gemeinschaft einer Familie und ihr Schutz vermag jeden Feind und jede Widrigkeit zu widerstehen. Gott gab den Menschen dieses Wissen um sie zu stärken und zu bewahren vor den Problemen der Welt. Wer seine Familie ehrt und beschützt, die Gemeinschaft pflegt und das Zusammen leben fördert, handelt im Sinne Gottes und vermag auf seinen Segen zu hoffen. Der weibliche Engel St. Isabella bewahrt die Familie und hält in Gottes Namen ihre schützenden Hände über die gläubigen Familien. Sie erhört die Gebete sorgender Mütter und wacht über jene, die ihre Familie lieben und ehren und selbst geliebt werden. Solange sie oder Gott selbst über eine Familie wacht, kann diese Gemeinschaft nicht zerissen werden, da sie von wahrlich göttlicher Verbundenheit geeint sind.

 

Wissen (St. Samuel)

Das Wissen bringt den Menschen Weisheit und Macht, auf dass sie die Welt verschönern und bewahren können. Gott gab uns diese Gabe, um das Wissen zu sammeln und zu verbreiten. Ein wahrer Gläubiger sammelt bewahrt und verbreitet Wissen in jedweder Form und leistet so seinen Beitrag an den Geschenken Gottes. Der oberste Lehrmeister – der Engel St. Samuel – steht nur Gott in seinem allumfassenden Wissen nach. Samuel segnet die Schreiber und Lehrer genauso wie die Schüler und Ingenieure mit Wissen. Seine Heiligen wandeln von Zeit zu Zeit auf der göttlichen Erde um benötigtes Wissen unter die Gläubigen zu bringen. Sei es das Wissen um den Bau einer Armbrust, um die Feinde der Völker zu bezwingen, oder das wissen um die Windmühle um das Volk zu ernähren. Samuel sammelt und verbreitet Wissen im Namen Gottes und beschenkt jeden wahren Gläubigen mit Ideen zur Erschaffung neuen Wissens.

 

 

 

Die Sechs Elemente der Welt

geschaffen durch Gott,

verehrt durch seine Gläubigen,

gelebt durch seine Diener.

 

Feuer (St. Gabriel)

Das Feuer bedeutet Leidenschaft, es kann Leben nehmen aber auch bewahren. Es bringt Licht in die Dunkelheit und nicht zuletzt verhilft es den Menschen zu einem warmen Essen. So leitet, schützt und ernährt Gott uns durch das Feuer und vernichtet unsere Feinde. Der Feuerengel St. Gabriel ist der Hüter der Flamme und seinem Zorn und seiner reinigenden Flamme entgeht niemand. Er ist der Vollstrecker von Gottes Zorn und nur jene, deren Glauben stark genug ist, überleben seinen Flammensturm. Im Gegensatz zu den anderen Engeln, hat Gabriel bisher nur zwei Heilige auserkoren: Der Magierscholar Sicarius, welcher sich selbst mit einem inbrünstigen Gebet an Gott und Gabriel in einer Flammennova vergehen ließ, um eine riesige Horde Orks zu vernichten, welche im Begriff waren, seine Akademie nachts anzugreifen, während alle Bewohner schliefen. Beeindruckt von diesem heldenhaften Opfer und dem eisernen Glaubens wurde Sicarius im Jahre 30 in die Reihen der Heiligen aufgenommen und wurde der erste Heilige des Feuers.

Der zweite Heilige starb im Jahre 157, als eine Flotte blutrünstiger Barbaren aus dem Westen an der Küste Britannias erschien. Boingar Eisenauge war sein damaliger Name, ein zwergischer Alchimist, welcher schon immer eine Vorliebe für die Reinheit des Feuers besaß und auch ein Anhänger des Feuerkultes war. Er baute zusammen mit zwergischen Schmieden und Ingenieuren Katapulte, die vorher noch nie gesehene Brandbomben schleuderten. Einen Tag und eine Nacht lang beschossen sie die feindliche Flotte und die Flammen verzehrten jedes Schiff und jeden Mann, sodass am nächsten Tag nur noch der Rauch, die Asche im Wind und die immer noch wahrzunehmende Hitze des reinigenden Feuers von der Schlacht kündeten. Boingar hatte mit nur einer Handvoll Triboken eine Flotte von über hundert Schiffen mit über 10.000 Mann Besatzung den heiligen Flammen übergeben. Während des gesamten Gefechts hatte er vor den Geschützen gekniet und inbrünstig zu Gabriel gebetet, auf dass er die Feinde vernichtet und die Unschuldigen verschont. Als die letzte Bombe zerschellt, das letzte Schiff verbrannt und der letzte Feind gestorben war, brach Boingar leblos zusammen. Er hatte all seine Kraft in das Gebet gelegt und starb mit dem Wissen, die Insel vor seinem Untergang bewahrt zu haben. Noch am gleichen Abend wurde Boingar Eisenauge, nun als Boingar Flammenfaust bekannt, aufgebahrt und unter den Augen tausender Britannier verbrannt. Augenzeugen berichteten, wie der Engel St. Gabriel selbst in den Flammen erschien und die Seele Boingars als seine rechte Hand aus erkor. Somit war der zweite Heilige des Feuers entstanden.

 

Wasser (St. Bradley)

Das Wasser bringt Leben, kann es aber auch nehmen. Es erschafft und zerstört, so wie Gott es will. Wer das Wasser bezwingt erweist sich in Gottes Augen als würdig. St. Bradley, der heilige Engel des Wassers, ist der Schutzpatron der Seefahrer und Fischer. Er wacht im Namen Gottes über jene, die sich der Macht des Wassers aussetzen und ihre Gebote an Gott und St. Bradley richten. Solange St. Bradley über ein Schiff und seine Besatzung wacht, können weder tosende Stürme, gewaltige Wellen, noch die zahlreichen Meeresungeheuer diesen Gesegneten etwas anhaben. Auch die gläubigen Fischer werden mit großartigen Fängen belohnt. Die Heiligen von St. Bradley sind jene, die das Meer bezwungen und mit der Macht ihres Glaubens den Elementen getrotzt haben. Sie sind die Leuchttürme in der stürmischen See und nehmen sich auch all jener an, die auf See verschollen gehen, um sie in Gottes Reich zu führen.

 

Wind (St. Emilia)

Der Wind ist der Atem Gottes. Er kann hart und erbarmungslos, gleichzeitig aber auch erfrischend und angenehm sein. Er bewegt die Wolken am Himmel und bestimmt das Wetter. Durch sein wirken erreichen Schiffe sichere Häfen und die Windmühlen stellen mit seiner Hilfe das lebenswichtige Mehl her.

 

Erz (St. Christopher)

Erz und Gestein mögen zwar unbelebt sein, aber nichts desto trotz schenkte uns Gott die Erze und Gesteine um Großes zu schaffen. Wir brauchen sie für Häuser, Waffen und Werkzeuge. Es ist eines der wichtigsten Geschenke für die Bewohner Britannias und wir sollten ihm jeden Tag aufs Neue danken. Der Erzengel St. Christopher ist wahrlich der Stärkste aller Engel. Seine Körperkraft wird nur von Gott selbst in den Schatten gestellt und er vermag jedes Erz zu formen und jeden Stein zu meißeln. Deswegen ist er auch der Engel der Schmiede, Steinmetze und Bildhauer. Aus diesen Reihen stammen zudem auch die meisten seiner Heiligen; diese dienen den Einwohnern Britannias als Musen und Vorbilder.

 

Humus (St. Edward)

Die Erde birgt die pure Frucht Gottes. Ohne das Getreide, die Obstbäume und die Futtergräser würden alle Wesen auf Britannia einen qualvollen Hungertod sterben. St. Edward ist der Heilige des Humus; der Wächter über die Früchte Gottes. Seine Heiligen haben sich dem Ackerbau und Viehzucht verschrieben. Sie sind die Ernährer der Völker Gottes und nur durch ihre fleißige Arbeit und ihren unerschütterlichen Einsatz kann das Volk ernährt werden.

 

Magie (St. Scarlett)

Besonders die Menschen profitieren vom göttlichen Geschenk: der Magie. Die Gläubigen der Magie und allen voran der Engel St. Scarlett und ihre Heiligen bewahren diesen offensichtlichen göttlichen Funken auf dieser Welt und bringen Heilung und Schutz über die restlichen Gläubigen Britannias. Ihre Feinde dagegen lernen die zerstörerische Macht dieses Geschenks kennen. Gerade die Feuermagier Britannias, welche sich gleichermaßen Gabriel und Scarlett verschrieben haben, tragen die Magie zum Feind und aus den Reihen der fähigsten Magier stammen die Heiligen der St. Scarlett.

 

Howling Island

"Der Sturm, er peitscht die Wellen gegen die Klippen dieses Eilands. Wolken werden am nächtlichen Himmel entlang gerissen, als seien sie auf der Flucht vor dem Mond. Auf der Flucht genau wie ich. Da! Das Heulen, ich kann es hören, sie kommen näher, immer näher. Niemals hätte ich gedacht, dass ich so enden würde. Von den Klippen eines fernen Gestades zerschmettert oder durch die Wellen eines tiefen Meeres dem Leben entrissen, so sollte ein Seemann sterben. Nicht zerrissen von diesen Bestien. Das Einzige was ich nun noch tun kann ist unser Logbuch und meine letzten Worte in Wachs zu schlagen und dem Meer zu übergeben. Vielleicht rette ich damit wenigstens meine Seele wenn schon mein Leib nicht mehr zu retten ist."

Aufzeichnung von Ian Mcloaghlin, erster Maat der „Seewolf“, gestrandet an den Küsten der Isle of Men

Ursprünglich war Carpton, die Hauptstadt der damaligen Isle of Men, eine blühende Handelsstadt die sehr gut an den Waren verdiente, die zwischen Britannien, dem Zwergenreich und Eire gehandelt wurden. Die Stadt wuchs in den 150 Jahren ihrer Geschichte sehr schnell und die junge, aber machtbewusste Patrizierschicht der Stadt wollte mehr Gold und mehr Macht. So kam es, dass man die Gesetze die von Gott einst erlassen wurden, brach.

"Kein Mensch kann eines anderen Menschen Eigentum sein, denn jedes Kind ist ein Geschenk Gottes und nur ihm obliegt es über seine Kinder zu gebieten"

Aus dem Brief von Canterburry, Abschrift der heiligen Zwölf.

Sklaven wurden genommen, Menschen wurden aus ihren Dörfern geraubt und verschachert. Elfen, Zwerge und sogar Angehörige der Erdensippe wurden in den Bauch der Piratenschiffe verschleppt.

Niemand weiss genau, wie sein Name war, doch ein Schamane der Erdensippe, hatte sich rauben lassen, damit er die Brutstätte des Bösen zu sehen bekam. Kaum an Land geschleppt, blickte er seinen Peinigern in die Augen und verfluchte all jene, die auf dieser Insel ihre Hände in Blut getaucht hatten.

All das was der Mensch wohl Magie nennt, legte er in seinen Fluch und auch den letzten Rest von Leben der in ihm weilte. Kaum war das letzte Wort gesprochen, bracht er noch auf dem Pier des Bluthafens zusammen.

Die Schinder im Hafen sollen noch gelacht haben, als sie seinen leblosen Körper ins Meer warfen. Doch sollte ihr Lachen nur bis zum nächsten Vollmond dauern. Denn dann spürten sie die Macht des Schamanenfluchs...

"Wie Monster lebt ihr von den Seelen der Unschuldigen, zu Bestien sollt ihr Euch gebärden. Was Euer Herz schon ist soll Euer Leib noch werden."

Der Mond stand am höchsten, als das erste wütende Heulen durch die Nachtluft schwang. Fast jeder Fünfte auf der Insel wurde Opfer des Fluches. Jeder, der mit den Qualen der Geschändeten sein Gold verdiente, wurde auch äußerlich zu der Bestie, die er innerlich längst war. Widerliches Fell wuchs aus ihrer Haut, die Schädel verformten sich unter solchen Schmerzen, dass sie den Verstand verloren. Der Rücken gebogen und die Hände und Füße zu Klauen verformt, so sahen sie einander. Viele der Unschuldigen flohen in dieser Nacht in die Kirchen und Tempel Gottes und seiner heiligen. Und Gott erbarmte sich ihrer.
Die Mondwölfe oder - auch Werwölfe, wie der Volksmund sie nennt - flohen in die Wälder und Auen der Insel. Zu schrecklich waren die Schmerzen in der Nähe der heiligen Stätten.

Peter O'Donnel, der Erzbischof selbst, führte die Wehrlosen und Hilflosen von der Insel. Zurückgelassen wurden all jene, die dem Fluch anheim gefallen waren. Sie kehrten zurück in den Tagen und Wochen danach. Von seltsamer Intelligenz beseelt und einem bösen Geist, lebten sie von den Schiffen, die sich immer wieder einmal in den Hafen verirrten, und von den Glücksjägern, die in Hoffnung auf schnelle Beute in der verlassenen Stadt die Gefahr suchten.

Sie sollen auch Schafe und Kühe halten um an Fleisch und Blut zu kommen, doch Menschenfleisch ziehen sie immer vor - und wehe einem der Unglücklichen der sich auf diese Insel verirrt, die ab dem Tage des Fluches von den Seeleuten die "Howling Island" genannt wird. Wenn Ihr Euch fragt warum, dann empfehle ich Euch: reist einmal dorthin und hört es selbst, das Heulen der Verdammten.

 

Hierarchie in einer Grafschaft

 

Earl / Duke

 

 

Lehensritter    Hausritter    Heeresritter    Berater    höherer Klerus

 

 

Kaufleute    Freie Bürger    niederer Klerus    Heeressoldaten

 

 

Bauern    Handwerker    Soldaten    Arbeiter

 

 

Unfreie    Kriegsgefangene

 

 

Völker Britannias

Menschen

Die Menschen Britannias zählen vermutlich zum jüngsten Volk in diesem Land. Trotzdem sind sie das zahlreichste und deshalb auch prägendste Volk der Insel geworden. In allen nichtmagischen Belangen zwar nur durchschnittlich begabt, sei es Handwerk, Krieg oder Handel, gleichen sie es durch ihre Vielfalt und ihre höhere Empfänglichkeit für die magischen Kräfte aus und schafften es so, die formelle Führung Britannias zu übernehmen. Überall dort, wo die magischen Flüsse Britannias sich kreuzen, haben die Menschen Akademien gegründet, in welchen sie die magischen Künste, allen voran die Elementarmagie, lehren und praktizieren. Viele der anderen Völker glauben, dass die Menschen letztendlich die Entscheidung im Kampf gegen die Ras'ha'Tar herbeiführen werden, ob die Insel und ihre Völker frei bleiben oder in den Ketten der Ras'ha'Tar dahin vegetieren müssen.

Zwerge

Die vereinzelt – und anfangs stark isoliert - lebenden Clans der Zwerge bevölkern die Insel Britannia seit Anbeginn der Geschichtsschreibung ihrer menschlichen Bewohner.

Die Weisen der Zwerge selbst führen an, dass es die Zwerge vom Festland waren, die vor unzähligen Jahren einen großen Tunnel gegraben hatten und dabei dem Traum einer wandernden Goldader gefolgt waren, die sich von Osten kommend unendlich langsam Richtung Westen durch den unterirdischen Felsen grub. Die zwergischen Tunnelbauer folgten der Sage nach jener Vision und es war eines regnerischen Tages, als sie schließlich den Tunnel dann wieder nach oben gruben und nach langer Dunkelheit blinzelnde Blicke in die Sonne werfen konnten.

Ihr Tunnel hatte sie nach Britannien geführt, und sie sahen sanft ansteigende Hügel, mal bewaldet, dann wieder kahl und mit Schnee bedeckt. Ihr Weg führte sie schließlich zur größten Felswand des Hochlandes, einem Berg, den sie Ben Vestris nannten, den „Berg des Westens.“

Darin schufen sie ihre Zwergenstadt, „Crag-Vestris“ genannt, und sinnbildlich für den Felsen der Stadt war die zwergische Architektur ganz auf die Unabwägbarkeiten eines fremden Landes ausgerichtet. Große Tore, breite Gräben und bewaffnete Patrouillen prägten seit jeher das Stadtbild, und die kriegerische und abenteuerlustige Haltung ist vielen der dort geborenen Zwerge über die Jahrhunderte in Fleisch und Blut übergegangen. Derlei Reizbarkeit und Risikobereitschaft sieht seinen Nachteil natürlich an anderer Stelle und so scheint es, als wären die Zwerge – im Gegensatz zur üblichen Wahrnehmung der Langbeine – eher zweckdienliche Handwerker und lausige Händler.

Dass es jedoch zum Überleben mehr als reicht, ist dem sehr zweckdienlichen Pragmatismus der Bärtigen zuzuschreiben - natürlich auch ihrer Liebe zum Gerstensaft und zum guten Essen, so dass sich unter ihnen stets genug Versorger finden.

Durch die Jahrhunderte hindurch hat man sich – auch entgegen den üblichen Vorstellungen – mit den nahe lebenden Elfen arrangiert und ein stets misstrauisches Auge auf die Völker der Menschen geworfen, die dieses Land besiedelten und mit dem für Menschen typischen Expansionsdrang nach ihrem Willen formten. Sie errichteten Bauernhöfe, prächtige Burgen und bunte Städte und brachten die Blüte des Handels in das Land – ein Geschenk, welches die Zwerge gerne annahmen. Das Misstrauen jedoch blieb bestehen, die Zwerge schienen sehr an ihrem Ruf als eigenbrötlerische und unzugängliche Gesellen zu arbeiten, so dass viele Verträge zwischen dem Zwergenkönig und den Adeligen der Menschen im Geheimen geschlossen wurden. So versorgten die Zwerge die Menschen mit Schmiedewaren und Erzeugnissen aus den Bergen, während sie von den Menschen Nahrung bekamen. Es etablierte sich gar die Sitte, dass junge menschliche Adelige im Kindesalter zu den Stätten der kriegerischen Zwerge geschickt wurden: als Geste der Freundschaft, und um dort das Handwerk des Kriegers von den alten Waffenmeistern zu erlernen.

Dieses gegenseitige Wohlwollen jedoch endete in den Jahren des großen Bürgerkrieges. Die Älteren der Zwerge brüsten sich gerne damit, derlei schon immer geahnt zu haben und trotzig bis zuletzt schlossen die Zwerge ihre Tore und zogen sich tief in den Berg zurück.

Das Land Britannien war geschwächt durch den Bürgerkrieg und es gelang dem Orkkrieger Rudgur schließlich, die vereinzelten Ork-Rotten in den Wäldern zu einen und gezielt gegen die Reiche der Elfen und Zwerge zu führen, die daraufhin der Orkgefahr begegneten und zusammen den Kampf aufnahmen. Es war bei einem dieser mit aller würdigen Härte geführten Gefechte, bei dem unversehens der Menschengraf Robert of Bouldershire sprichwörtlich in das Gefecht platzte, sich auf Seiten der Zwergen und Elfen schlug und durch den Sieg über den Orkanführer Rudgur die heillose Flucht der Orks auslöste, die sich von diesem Schlag nicht mehr erholen konnten.

Das beherzte und selbstlose Eingreifen der Menschen imponierte vielen Zwergen, allerdings rührte auch die Entwurzelung, das Elend und die Hilflosigkeit der Menschen, die in ihrem vom Bürgerkrieg gefangenen Land nicht wussten, wohin sie gehen sollten, die Herzen der Zwerge. So beschloss der Bergkönig, den Menschen Schutz und Zuflucht in den Ländern des Westens zu gewähren, die bisher argwöhnisch von den Zwergen kontrolliert worden waren, denn für die Bewirtschaftung der fruchtbaren Ebenen fehlte den Zwergen mittlerweile die Kraft, zu zahlreich waren die Opfer des Krieges. Und zudem waren Fels und Stein die Heimat der Bärtigen, nicht sanfte Ebenen und Auen.

Der weise Bergkönig wusste, dass es beim kurzlebigen Volk der Menschen nur den rechten Anstoß und eine Freundlichkeit zur richtigen Zeit brauchte, um einen Samen zu pflanzen, der aus den entwurzelten Menschen bald schon wieder ein starkes Volk in voller Blüte machen würde. Denn Eines war unter den Zwergen gewiss: Menschen waren seit je her unverwüstlich und Meister darin, sich aufzurappeln.

Als offensichtlich wurde, dass die Menschen ihren Weg gehen würden und der Bürgerkrieg die Reiche der Menschen nicht weiter verheerte, zogen sich die Zwerge ihrer alten Riten gemäß wieder in den Berg zurück, diesmal jedoch blieben die Tore offen und die alte Tradition der menschlichen Zöglinge an den Kriegerakademien wurde wieder eingeführt.

Elfen

Ursprünglich wurde Britannia einzig von den Elfen bevölkert, bevor nach und nach die anderen Rassen in Erscheinung traten. Noch heute finden sich im ganzen Land Überreste dieser Kultur und fast alle alten Städte stehen auf den Ruinen elfischer Bauwerke. Vor der Invasion lebten die Elfen im Westen Britannias und besaßen ihr eigenes kleines Reich. Sie unterstanden formell dem britannischen König, blieben jedoch weitestgehend unabhängig. Dort pflegten sie die Wälder und ihre Bewohner und überließen sogar den vertriebenen Trollen aus Eire einen kleinen Teil ihrer Ländereien. Als talentierte Bogenschützen und Späher waren sie stets ein fester Bestandteil der britannischen Heere.

Mit Beginn der Invasion fand sich ein Teil der zivilen Bevölkerung in Rhodehill ein. Jedoch fehlt von ihren Anführern, vielen Adligen und nahezu sämtlichen Soldaten jegliche Spur. Die Elfen wollen oder können keinerlei Hinweise preisgeben und somit bleibt der Verbleib der elfischen Truppen ungewiss.

Trolle

Ursprünglich stellten die Trolle einen beträchtlichen Teil der eirischen Bevölkerung, erlebten jedoch mit der ersten Invasion auf ihre Heimatinsel ein noch nie da gewesenes Volkssterben. Die Gelehrten Britannias vermuten, dass in jenen Tagen nur zwei von zehn Trollen auf der Insel überlebten. Jene, die nach Britannia flohen, gründeten kleine Siedlungen an den Grenzen der Elfengebiete und führten ein karges Leben, ihrer Heimat und ihrer Brüder beraubt. Mit ihrem breiten, tonnenförmigen Brustkorb, ihrer hünenhaften Größe und sehnig wie ein alter Ork erscheinen diese Trolle zumeist als Wilde, besitzen jedoch eine sehr friedliebende Natur, welche nur durch ihre unmittelbare Bedrohung schlagartig in rasenden Zorn umschlägt. Von ihren Schamanen angeführt, versuchten sie einen Neuanfang und begannen das umliegende Land zu bestellen und Handel mit den nahe lebenden Elfen, Menschen und Zwergen aufzunehmen. Ein Jahr vor Beginn der Invasion soll Zrak'ful Bluthauer, Oberster Schamane der verbliebenden Trollstämme, eine Vision empfangen haben, welche ihn veranlasste, eine große Versammlung aller Stämme in den Bergen im hohen Norden einzuberufen. Niemand außer den Trollen weiß, was dort besprochen wurde, aber seit dieser Versammlung unterließen die Trolle jeglichen Kontakt zu den anderen Völkern und begannen, sich von überall her im Norden zu sammeln. Am Tage der Invasion zogen die Trollkrieger unter der Führung Zrak'fuls gen Westen. Die Zwerge beobachteten diesen Heereszug mit Sorge und fürchteten einen Angriff der Trolle auf das Elfenreich, da sie die Berge hinter sich ließen und geradewegs in die Wälder der Elfen marschierten. Dies war allerdings das letzte Mal, dass jemand das vierhundert Köpfe starke Trollheer zu Gesicht bekam.

Ihre Zahl ist nur noch sehr gering und seit dem Verlust ihres Heeres scheinen sie einen Krieg gegen die Ras'ha'Tar in den Bergen und Wäldern zu führen.

Orks

Der Großteil der Orks lebt heute als bäuerliche Räuber zu Wasser und zu Land in Britannia. Die Inseln im äußersten Nordosten Britannias sind allein von den Orks bewohnt, welche als einzige den rauen und unwirtlichen Gezeiten dort trotzen können. Regelmäßig ziehen die Orkkrieger aus, um ihrem Dorf Nahrung und Plündergut zu bringen. Einige hegen zwar Handelsbeziehungen mit nahe gelegenen Siedlungen anderer Völker, die meisten jedoch bevorzugen es, sich ihren Besitz mit dem Schwert zu erkämpfen. Zwar stammen sie von den alten Orkclans ab, welche vor Jahrhunderten in Britannia lebten und eine eigene Hochkultur besaßen, jedoch sind die meisten ihrer Nachfahren nur noch ein Schatten der alten Rasse. Sie rauben, plündern, brandschatzen und morden wann und wo sie können und die Marine Britannias liegt stets im Krieg mit den größeren Verbänden von Orkpiraten.

Mit Beginn der Invasion strömen auch Orks Richtung Osten, welche sich als Söldner dem Heer des Königs anschließen wollen.


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