Das Banner von Hastings

Nachdem der Vormarsch der Rashatar aufgehalten und eine Front gebildet werden konnte, versammelten sich die noch verbliebenen Fürsten im Palast den Königs. Dort wurde erst das Ausmaß und die Opfer der vergangenen Schlachtenmonate offenbar: Von den Neunundzwanzig Earls und Dukes der britannischen Fürstentümer hatten nur elf Fürsten überlebt. Zudem hatten auch viele Erben die Invasion nicht überstanden, sodass für mehrere Grafschaften keine offiziellen Nachfolger existierten. Damit begannen wochenlange Gespräche und Diskussion zwischen den Adligen, wem welche „freien“ Ländereien zustehen, obgleich die meisten dieser Ländereien besetzt waren.
Gleichzeitig machten sich die Gelehrten daran, in den Archiven von Londinium die Ahnenreihen der ausgelöschten Adelsfamilien zu erfoschen. Mit ihrer Hilfe konnten die rechtmäßigen Nachfolger mehrerer Grafschaften gefunden werden. So auch der rechtmäßige Nachfolger des gefallenen Earls of Bouldershire: ein gewisser Liam. Er war ein unehelicher Sohn des verstorbenen Earls und somit der nächste noch lebende männliche Erbe. Allerdings war er bei den Zwergen aufgezogen und ausgebildet worden und nun auf dem Festland als Anführer eines Söldnerheeres unter dem Namen Liam der Löwe unterwegs.

So kam es, dass statt dem ungewöhnlichen aber rechtmäßigem Erben der nächste in der Erbfolge neuer Earl von Bouldershire wurde: Sir Harold von Carry. Er war ein entfernter Cousin und hatte sich mit seinen Truppen vom gräflichen Heer abgesetzt und galt daher unter den überlebenden Einwohnern Bouldershires als Feigling und Verräter, hatte er doch den Earl und seine tapferen Soldaten im Stich gelassen, als sie die Flüchtlinge mit ihrem Leben schützten. Viele der Überlebenden weigerten sich, ihrem neuen Earl die Treue zu schwören und forderten ihren rechtmäßigen Herren. Der König fürchtete Unruhen in den überfüllten Flüchtlingslagern und kam der Bitte eines ranghohen Offiziers der gräflichen Truppen von Bouldershire nach. Er erließ ein Edikt, wonach jeder Ritter und auch jeder Gemeine aus Bouldershire sich straflos von Earl Harold of Bouldershire lossagen konnte. Dies sollte Unruhen und Desertionen vermeiden und gleichzeitig hoffte er, dass dieser Liam von den Begebenheiten erfahren und mit seinen Männern nach Britannia kommen würde, um sich dem Krieg gegen die Rashatar anzuschließen. Viele Männer und Frauen nahmen dieses Recht war und machten sich auf, das überfüllte Land zu verlassen und ihr Glück in der Ferne zu suchen. Zu Hunderten setzten die Bouldershires und auch andere Britannier auf das Festland über, darunter auch Sir Liam Hastings, Hofritter des alten Earls, und einige seiner Mitstreiter aus der Nachhut des Flüchtlingstross' aus Bouldershire. Gemeinsam hatten sie der Vorhut der Ras'ha'Tar immer wieder aufgelauert und Gruppen von Kriegern in Hinterhalte gelockt. Auch wenn nur wenige überlebt haben und nur ein gutes Dutzend je wieder kämpfen können würde, schlossen sich die Männer unter dem Banner von Hastings zusammen. Sie weigerten sich, einem Feigling und Verräter zu folgen und so zogen sie, ihr Glück suchend, in die weite Welt, der Dinge die da kommen würden harrend.

Matthias 36J.

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Marcel 24J.

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Marco 22J.

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Name: Sgt. Jonathan Peekville

Beruf: Soldat

Herkunft: Peekville im Süden Bouldershires

 

Geboren in einem kleinen Dorf, nahe der Südküste von Bouldershire, erlernte Jonathan den Kampf zusammen mit den anderen Jungen des Dorfes unter Anweisung seines Vaters, welcher einst selbst gegen die Ras'ha'Tar in Eire gestritten hatte. Als er alt genug war, trat er den Truppen des Earl bei und wurde nach Carrington versetzt. Dort diente er im Hofheer des Earls, was für ihn vor allem eines bedeutete: Waffentraining, Langeweile, Paraden und Geleitmärsche, wenn der Earl auf Reisen ging. In dieser Zeit nahm er nur zweimal an kleineren Scharmützel gegen die Barbaren teil, die an der Küste gelandet waren. Nach seinem zweiten Gefecht wurde Jonathan zum bewaffneten Seargent, der schweren Infanterie des Earls, befördert.

 

Jedoch fünf Jahre nach seinem Eintritt begann die Invasion der Ras'ha'Tar. Der Earl teilte sein Heer auf und schickte dreihundert Mann unter der Führung seines Offiziers Baron Michael of Blacklake an, die Nachhut des Flüchtlingstross' zu bilden, welcher sich durch Carrington gen Osten bewegte. Unter diesen Männer war auch Jonathan, welcher enttäuscht darüber war, nicht gegen die Invasoren kämpfen zu können. Dies änderte sich jedoch, als die Nachricht von der Niederlage des Earls die Nachhut erreichte und zu größerer Eile antrieb. Bald darauf wurde die Nachhut von den ersten Verfolgern eingeholt und immer stärker angegriffen. Unter schweren Verlusten konnten die Männer von Blacklake den Tross schützen und erreichten als Letzte die sicheren Ebenen von Rhodehill. Von den dreihundert Mann hatten gerade einmal siebzig überlebt und nur die wenigsten waren ohne Wunden durchgekommen.

 

Nachdem er im südlichen Flüchtlingslager seine Familie ausfindig machen konnte, außer seinem älteren Bruder Bryan, welcher zum Zeitpunkt der Invasion auf See war, hatten es alle nach Osten geschafft, feierte man ein durchaus fröhliches Wiedersehen. Nach einigen Tagen machte sich die Nachricht über den Nachfolger des Earls breit und die Wut und Empörung stieg unter den Bouldershires. Gleichzeitig kam das Gerücht über einen anderen – rechtmäßigen – Erben des Earls auf: der dritte und uneheliche Sohn des Earls namens Liam of Bouldershire. Jonathan machte sich gerade bereit um nach Londinium zu reisen und sich dem neuen Heer von Bouldershire unter dem ungeliebten neuen Earl anzuschließen, als ihn Sir Liam Hastings, ein überlebender Mitstreiter aus der Nachhut, aufsuchte. Er bat Jonathan, sich seinem Banner Hastings anzuschließen und mit ihm aufs Festland zu reisen. Glücklich darüber, nicht unter dem Verräter-Earl dienen zu müssen, willigte Jonathan ein und verließ Britannien noch am selben Tage. Er schwor sich, erst wieder Fuß auf diese Insel zu setzen, wenn der offene Krieg gegen die Ras'ha'Tar wieder aufgenommen und das verbarrikadieren hinter den hohen Mauern aufgehört habe.

 

Mathias 24J.

Charakterhintergrund:

Gilborn Ebdon

34 Jahre

Daniel 21J.

Charakterhintergrund:

Name: Owen Fisher

Beruf: Truppführer der Kontorwache

 

Owen wuchs in einem der vielen Waisenhäuser von Bullfort auf und musste sich so schon früh sein Recht im Leben erkämpfen. In der großen Handelsmetropole waren die Zustände, trotz des Wohlstands der Stadt, für Waisenhäuser besonders schlecht, da sie als gesellschaftlicher Ballast galten.

 

Kurz bevor Owen seine Volljährigkeit erreichte, rettete er auf dem Markt einen einflussreichen Großhändler vor dem tödlichen Hieb eines Attentäters.

Seit diesem Ereignis kletterte er, für seine Verhältnisse, eine steile Kariereleiter rauf. Der Großhändler stellte ihn zunächst als Leibwache ein, bezahlte ihm das Erlernen der Kampfkunst bei einem befreundeten Offizier und übergab ihm nach Jahren guter Dienste das Kommando über einen Trupp Söldner der Kontorgarde, welche die großen, prall gefüllten Kontore des Großhändlers vor Dieben und verfeindeten Händlern schützten sollte. In den Jahren als Anführer dieses „Prügeltrupps“ lernte Owen zum einen seine Kampfkunst zu verfeinern, denn es gab genügend Dumme, die sich an den Waren des Händlers vergreifen wollten. Zum anderen eignete er sich eine gewisse Raffinesse in Punkto Straßenkämpfen und den damit einhergehenden Strategien an. Schon bald war sein Name auf der Straße ein Begriff, den die meisten Kriminellen mit Schmerz in Verbindung brachten.

 

Obwohl er über einen schlagkräftigen Trupp verfügte und mit Leichtigkeit die Kontore seines Großhändlers hätte ausräumen können, hielt er über die Jahre seine Treue zu dem Mann, der mittlerweile mehr war als nur ein Arbeitgeber. Er kam seinen Pflichten stets mit einer gewissen militärischen Leidenschaft nach bis hin zu jenem Tag, der sein, mittlerweile lieb gewonnenes Leben, auf den Kopf stellen sollte.

In jener Nacht als die Rashatar Bullfort angriffen und im Sturm nahmen, erwachte Owen durch den Kampflärm, welchen er in derartiger Dimension noch nie vernommen hatte. Der Feind hatte bereits die halbe Stadt genommen, Gegenwehr gab es so gut wie gar nicht. Von seiner Unterkunft nahe seinen geliebten Kontoren, sah Owen wie die Villa des Großhändlers in Flammen aufging und von den Geschossen schwerer Belagerungsmaschinen, welche die Wohnviertel beschossen, regelrecht zerfetzt wurde. Ein Überleben seines Großhändlers war ausgeschlossen.

In einer Mischung aus Wut und Verzweiflung fasste Owen den Beschluss seine geliebten Kontore, welche vom Beschuss der feindlichen Geschützmeister absichtlich verschont wurden, zu vernichten, um dem Feind wenigstens nicht noch kriegswichtige Güter zukommen zu lassen.

Nachdem er das Feuer in den Kontoren gelegt hatte und sicherging, dass alles was er bisher bewacht und mit seinem Leben schützte in den Flammen vergehen würde, raffte er seine sieben Sachen zusammen und machte sich auf die Flucht vor dem Feind. Es hatte keinen Sinn gegen die Übermacht das Schwert zu erheben, jedenfalls noch nicht.

Owen flüchtete landeinwärts zu dem großen Flüchtlingslager. Dort angekommen gab er sich dem Alkohol hin, nicht wissend wie er mit der Situation umgehen sollte, bis ein Adliger auf ihn zukam. Ein gewisser Liam Hastings, welcher Männer unter seinem Banner sammelte. Wieder einen Sinn im Leben sehend, schlug Owen ein und schloss sich dem Adligen an. Egal was genau dieser Liam verfolgte, es versprach eine bessere Aussicht darauf als im Flüchtlingslager auf die Hungersnot zu warten.

Und so zog Owen Fisher mit dem bunten Haufen von Männern unter dem Banner von Hastings los, um vielleicht wieder, irgendwann, irgendwo seinen Frieden zu finden…

Marvin 20J.

Charakterhintergrund:

Aldwyn Adalar:

Jüngster Sohn der reichen Müllersfamilie Adalar, die seit Generationen in Bullfort lebte. Da ihm das Studium der Bücher und die Nachfolge seines Vaters als Kaufmann nicht zusagten, gewissermaßen "zum Hals raushangen", entschied er sich im Jahr seiner Volljährigkeit der Stadtmiliz von Bullfort beizutreten. Die Ausbildung bei der Miliz war dann doch gar nicht so aufregend wie er es sich immer erträumt hatte: Sie bestand gewissermaßen nur aus früh Aufstehen und den ganzen Tag Schiffe beobachten. Ein paar Übungen mit dem Schwert und fertig; das musste zur Überführung von Straftätern und Schmugglern reichen. Aus der Langeweile heraus, bildete sich (da er auch einer der wenigen in der Miliz war, der lesen und schreiben konnte) sein Fetisch für alte Trollkulturen aus, von denen die Seefahrer aus Eire oft erzählten und deren Nachkommen heute in den Wäldern Britanniens leben.
So wurde er nicht selten beim Lesen auf der Wache erwischt und zum Küchendienst beordert. Genau dort lernte er eine wünderhübsche Magd kennen. Ein guter Grund um öfter Küchendienst schieben zu müssen und ab und zu zu zweit in der Besenkammer zu verschwinden.

Doch dann kamen eines Tages die fremden Schiffe der Ras'ha'Tar. Der Hafen wurde belagert und eine Noträumung der Stadt ausgerechnet dann angeordnet, als Aldwyn im Schrank steckte. Die lauten Rufe vom Kasernenhof ließen die Beiden aus ihrem Versteck rennen. Die Milizionäre wurden auf dem Platz zur Eskorte aus der Stadt eingeteilt.Dies war ein großes Glück für Aldwyn. Die erste Angriffwelle auf die Stadt hätte er sonst wie viele Andere mit dem Leben bezahlt. Mit den letzten Einwohnern von Bullfort ging er Richtung Nordosten nach Carrington und von dort aus nach Rhodehill.

In Rhodehill landete er im südlichen Flüchtlingslager. Groß, laut, überfüllt. Eine wahre Geduldsprobe für Aldwyn, der nun wie vom Fieber gepackt war, seine Stadt zu rächen und das Land zu verteidigen; Die Nachricht, dass der Earl bei der Verteidigung von Bouldershire mit all seinen Truppen besiegt wurde, sprach sich schnell herum, genauso schnell wie die Nachricht, wer sein offizieller Nachfolger werden sollte; Ein Verräter an seinem Volk, der bei der Verteidigung des Landes die Flucht ergriffen hatte. Nachdem ihm die ernüchternde Erkenntnis überkam, dass er an der Front sowieso nicht zu mehr als Schlachtvieh taugen würde, verließ er mit einigen anderen Männern die Lande um den zweiten möglichen Thronfolger zu suchen... und zwar als Mitglied des Banners von Hastings.

Rene 21J.

Charakterhintergrund:

Tim 27J.

Charakterhintergrund:

Broderick Ramsbury ist der Sohn eines Knochenbrechers aus Ramsbury. Da ihm das Dorfleben auf Dauer zu eintönig war, machte er sich auf nach Bullfort, um sich der Stadtwache anzuschließen.

Als er nun endlich in Bullfort angekommen war und sich bei der Stadtmiliz gemeldet hatte, waren die ersten Tage belegt mit Waffentraining. Später wurde er dann zum Nachtdienst eingeteilt.
Beim Essen fiel ihm immer ein junger Mann auf, der auch eigentlich bei der Miliz trainieren und Wache schieben sollte, aber seltsamerweise immer Ärger provozierte, nur um dann zum Küchendienst eingeteilt zu werden... machte er das mit Absicht?

Am fünften Tage nach seiner Ankunft kamen die Rashatar und griffen Bullfort an. Broderick wurde mit den anderen Milizionären zur Eskorte aus der Stadt eingeteilt. Er kannte keinen der Milizionäre, abgesehen von dem Jüngling dessen Namen er nicht wusste. Zusammen sind sie mit die letzten gewesen, die aus der Stadt gingen. Sie wandten ihre Schritte nach Nordosten Richtung Carrington und von da aus nach Rhodehill.

In Rhodehill angekommen wurden sie zum südlichen Flüchtlingslager verwiesen, um dort Unterkunft zusuchen. Mittlerweile hat Broderick sich auch mit den übrigen Milizionären bekannt gemacht. Zusammen mit dem Jüngling (dessen Name Aldwyn Adalar ist) verließ er das Flüchtlingslager, weil er dessen Enge und den Gestank nicht mehr aushielt. Außerdem hatte sich Aldwyn in den Dienst des Banners von Hastings gestellt und Broderick überzeugte sich ebenfalls mit auf die Suche nach einer neuen Heimat zu gehen.


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